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Auslese logoHarburger Auslese

Die besten AutorInnen,
die besten Texte,
die besten ZuhörerInnen!

Die Harburger Auslese stellt Schriftsteller aus dem Raum Hamburg, aber auch aus Deutschland insgesamt vor. Die Autoren lesen aus Erzählungen oder Romanen, mal bereits Veröffentlichtes, mal Unveröffentlichtes, und manchmal bekommt das Harburger Publikum als erstes etwas zu hören, was erst später in den Buchhandlungen ausliegt. Das Ziel der Harburger Auslese ist es, ein möglichst breites und vielfältiges Spektrum deutscher Gegenwartsliteratur vorzustellen, wobei aber immer die Qualität der Texte im Vordergrund steht. Da sich die Güte eines Textes nicht nach der Bekanntheit seines Autors richtet, treten neben bekannteren Autoren immer wieder unbekannte auf, und es gibt nicht das eine Mal Anspruchsvolles und das nächste Mal Unterhaltendes zu hören, sondern immer Anspruch, der unterhält, oder Unterhaltung mit Anspruch.

Hinter dem Doppelpunkt

Wittensee

Melanie Khoshmashrab

Autorenlesung mit Melanie Khoshmashrab

Montag, 27. 02., 19:30 Uhr

Eintritt 5 € / 3 €

In der Lyrik und den Erzählungen von Melanie Khoshmashrab geht es oft um das Ausgestoßensein, um Heimkehr oder das Nichtumkehren. Khoshmashrab ist Halbiranerin, geboren im Rheinland, aufgewachsen im Westerwald. Sie studierte Germanistik und Pädagogik in Stuttgart und arbeite als Redakteurin in Stuttgart und Hamburg. Seit 2016 ist sie freie Journalistin in München. Khoshmashrab veröffentlichte in Anthologien und Zeitschriften. Zuletzt gefördert wurde sie von der Schule für Dichtung in Wien und der Bayerischen Akademie des Schreibens in München.

Melanie Khoshmashrab

Susanne Bienenwald

Suedlese

Autorenlesung mit Susanne Bienwald

Montag, 27. 03., 19:30 Uhr

Eintritt 5 € / 3 €

Die Studentin Xenia zieht sich nach einem heftigen Streit mit ihrem wesentlich älteren Freund Ludwig, der auch ihr Professor an der Uni ist, in das Sommerhaus einer Freundin am Wittensee in Schleswig-Holstein zurück.

Voller Scham und Trauer darüber, dass sie ihn, den lebenslustigen, eloquenten und erfolgreichen Filmemacher mit einer Entdeckung eines Kindheitstraumas so verletzt hat, dass es zu einer abrupten Trennung der beiden führt, will sie ihm einen erklärenden Brief schreiben.

Denn sie hat Ludwig dauerhaft eine Rolle vorgespielt und das Bedürfnis, ihm von sich und ihrer eigenen Kindheit zu schreiben, wächst.

In der stillen Umgebung mit viel Natur entspannt sich Xenia allmählich und wagt für sich – und auch für Ludwig – den Schritt in die Erinnerungen an ihre Kindheit. Schon als kleines Kind sehnt sie sich nach Stille und Zurückgezogenheit, wird von ihrer Mutter aber angetrieben, ihr sehr sensibles, ruhiges Naturell zu überspielen. Sie entwickelt sich nach außen zu einer vermeintlich gerne im Mittelpunkt stehenden Person. Doch diese erzwungene Extrovertiertheit kostet sie viel Kraft, auch in der Beziehung mit Ludwig. Xenia muss immer häufiger lügen, um sich Ruhepausen zu verschaffen.

Susanne Bienwald